Hoch über dem Pustertal in Südtirol gehört das Hotel Hubertus zu jenen seltenen Alpenhotels, bei denen die Architektur fast ebenso bekannt geworden ist wie die umliegende Berglandschaft. Das Fünf-Sterne-Hotel liegt in Olang, italienisch Valdaora, auf rund 1.350 Metern Höhe in der Nähe des Ski- und Wandergebiets Kronplatz. Sein bekanntestes Merkmal ist ein 25 Meter langer Sky Pool, der weit über den Berghang hinausragt. Später kam mit dem Heaven & Hell Sky Spa ein zweistöckiger Wellnessbereich hinzu, der ebenfalls scheinbar über dem Hang schwebt. Beide Elemente sind nicht lediglich auffällige Gestaltungsideen: Sie wurden so konzipiert, dass die Berglandschaft zum zentralen Bestandteil des Aufenthalts wird. Auch 2026 ist das Hubertus ein aktives, familiengeführtes Alpenhotel, das sich weiterentwickelt. Für die Sommersaison wurden unter anderem der Eingangsbereich, die Lobby, die Panoramabar und Teile des Wellnessbereichs erneuert.
Das Hotel Hubertus befindet sich in Olang in Südtirol, im Norden Italiens, unweit des Kronplatzes, eines der wichtigsten Ski- und Freizeitgebiete der Region. Die erhöhte Lage ist entscheidend für den Charakter des Hotels, denn die umliegende Landschaft dient nicht nur als Kulisse. Bewaldete Hänge fallen zum Tal hin ab, während sich am Horizont die Bergketten erheben. Dadurch bieten Zimmer, Terrassen, Pools und Ruhebereiche einen weiten Blick auf die Alpen. Das Gebäude wurde deshalb entlang der natürlichen Hanglage entwickelt und unterscheidet sich deutlich von klassischen Ferienhotels, die um einen ebenen Innenbereich angeordnet sind.
Sein heutiges Erscheinungsbild erhielt das Hubertus durch mehrere Bau- und Erweiterungsphasen. Eine umfassende architektonische Neugestaltung wurde 2016 nach Plänen des Südtiroler Architekturbüros NOA abgeschlossen. Dabei entstanden 16 zusätzliche Suiten sowie neue Restaurantbereiche, eine Küche, eine Lobby mit Rezeption, ein Weinkeller, Fitnessbereiche und Panorama-Ruhezonen. Die Architekten verwendeten unter anderem heimische Lärchenstämme, natürliche Farbtöne und geschwungene Formen, um die neuen Gebäudeteile mit dem bestehenden Hotel und der Umgebung zu verbinden. Die steile Hanglage wurde dabei nicht kaschiert, sondern bewusst zum Bestandteil des architektonischen Konzepts gemacht.
Seit diesem Umbau wurde das Hotel kontinuierlich weiterentwickelt. Für den Sommer 2026 kündigte das Hubertus weitere Neuerungen nach Bauarbeiten zwischen dem 7. April und dem 13. Mai an. Dazu gehören ein neu gestalteter Eingangs- und Lobbybereich, eine neue Panoramabar, ein Meditationsraum sowie zusätzliche Saunen. Der neue Saunabereich umfasst eine Panoramasauna für Aufgüsse, eine Biosauna mit niedrigerer Temperatur und ein Dampfbad. Diese Erweiterungen zeigen, dass die bekannten Bilder des schwebenden Pools nur einen Teil eines Hotels darstellen, das regelmäßig modernisiert und ergänzt wird.
Der Sky Pool ist das architektonische Element, das am stärksten mit dem Hotel Hubertus verbunden wird. Er entstand im Rahmen des NOA-Projekts von 2016 und ist rund 25 Meter lang, fünf Meter breit und 1,3 Meter tief. Mehr als 17 Meter des Beckens ragen über den Hang hinaus, während sich das äußere Ende ungefähr zwölf Meter über dem Boden befindet. Die dunkle Außenverkleidung wurde so gestaltet, dass sie an einen großen Felsblock erinnert, der aus dem Hang herausragt. Von vielen Blickwinkeln sind die tragenden Elemente kaum sichtbar, wodurch der Eindruck entsteht, der äußere Teil des Pools schwebe über dem Tal.
Zwei transparente Bereiche verstärken diesen Effekt zusätzlich. An der Stirnseite besitzt der Pool eine verglaste Front, wodurch Wasser und Bergpanorama aus der Perspektive der Schwimmer nahezu ineinander übergehen. Außerdem befindet sich im Boden des äußeren Poolbereichs ein Glaselement. Dadurch lässt sich durch das Wasser hindurch bis zum Gelände unterhalb des Beckens blicken. Die Wirkung ist spektakulär, die Grundidee dahinter jedoch vergleichsweise schlicht: Der Pool wurde so gestaltet, dass die Aussicht erhalten bleibt und nicht durch hohe Beckenränder oder geschlossene Konstruktionen unterbrochen wird.
Der Sky Pool ist kein saisonales Gestaltungselement. Das Hotel Hubertus betreibt ihn ganzjährig und gibt eine Wassertemperatur von ungefähr 33 °C an. Dadurch kann er sowohl im Sommer als auch im Winter genutzt werden, wenn sich die Umgebung von grünen Alpenwiesen in eine verschneite Berglandschaft verwandelt. Der Zugang zu den Wellnessbereichen ist ausschließlich Hotelgästen vorbehalten; ein Day Spa wird nach Angaben des Hubertus nicht angeboten. Der Sky Pool ist somit Bestandteil des gesamten Wellnessangebots und keine separat buchbare Attraktion für Tagesbesucher.
Später wurde der Sky Pool durch eine weitere außergewöhnliche Konstruktion ergänzt: das Heaven & Hell Sky Spa. Für diese Erweiterung arbeitete das Hotel erneut mit NOA zusammen. Ausgangspunkt für das Konzept war die Spiegelung der Landschaft im bereits bestehenden Pool. Daraus entstand eine Wellnessstruktur, die auf einer freistehenden Stahlkonstruktion über den Hang hinausragt und scheinbar in der Luft schwebt. Statt sämtliche Spa-Bereiche auf einer einzigen Ebene anzuordnen, wurde das Konzept vertikal aufgeteilt. Ein oberer und ein unterer Bereich übernehmen dabei bewusst unterschiedliche Funktionen.
Der obere Teil steht für die sogenannte „Heaven“-Ebene. Hier liegt der Schwerpunkt auf offenen Ausblicken, Wasser und ruhiger Erholung. Gästen stehen Whirlpools sowie ein Ruheraum zur Verfügung, der über einen Steg mit dem Hauptgebäude verbunden ist. Große bodentiefe Fenster ermöglichen einen weiten Blick über das Pustertal und führen damit die gestalterische Idee des Sky Pools fort. Die Konstruktion öffnet sich bewusst zur Berglandschaft hin, sodass der Blick auch während des Aufenthalts im Wellnessbereich nicht durch vollständig geschlossene Räume eingeschränkt wird.
Der untere Bereich bildet als „Hell“-Ebene den bewussten Kontrast dazu. Dort befinden sich zwei heiße Saunen, ein weiterer Whirlpool sowie Möglichkeiten zur Abkühlung, darunter eine kalte Regendusche. Einige Bereiche sind als textilfreie Wellnesszonen gestaltet, wie es in Südtirol und anderen Alpenregionen bei Saunaanlagen üblich ist. Gäste sollten deshalb die jeweiligen Regeln beachten und nicht davon ausgehen, dass in allen Spa-Bereichen Badebekleidung getragen wird. Trotz des auffälligen Namens handelt es sich praktisch um eine kompakte Kombination aus Wärme, Kälte, Wasseranwendungen und Ruhezonen an einer außergewöhnlich exponierten Stelle über dem Berghang.
Obwohl der Sky Pool die größte Aufmerksamkeit erhält, ist das Wasserangebot des Hotels deutlich umfangreicher. Nach Angaben für 2026 verfügt das Hubertus über sechs beheizte Innen- und Außenpools. Neben dem Sky Pool gibt es ein Hallenbad mit etwa 31 °C, ein beheiztes Salzwasser-Schwebebecken im Freien mit ungefähr 33 °C, Außen-Whirlpools mit rund 37 °C sowie ein kaltes Außenbecken. Im Bereich Heaven & Hell kommen drei weitere Whirlpools hinzu, darunter Varianten zum Sitzen, Liegen und für den textilfreien Bereich, die üblicherweise eine Temperatur von etwa 36 °C haben. Der Wellnessbereich ist damit nicht ausschließlich auf das Schwimmen im bekannten schwebenden Pool ausgerichtet.
Auch das Saunaangebot wurde erweitert. Das Hotel nennt aktuell sieben Saunen, wobei mit den Neuerungen von 2026 zusätzliche Temperatur- und Feuchtigkeitsstufen hinzugekommen sind. Zu den neuen Einrichtungen zählen eine Panoramasauna mit ungefähr 82 °C, eine Biosauna mit etwa 55 °C und ein Dampfbad mit rund 45 °C. Weitere Saunen befinden sich im Heaven & Hell Bereich. Durch diese unterschiedlichen Optionen müssen Gäste nicht zwischen einem sehr heißen klassischen Saunagang und einem Pool wählen, sondern können auch mildere Wärme- oder Dampfanwendungen nutzen.
Für ruhigere Pausen zwischen Schwimmen und Saunagängen stehen mehrere Entspannungsbereiche zur Verfügung. Dazu gehören innenliegende Ruheräume, ein Lesebereich, der Ruheraum im Heaven & Hell Spa sowie der sogenannte Pavilion of Peace im Außenbereich. In vielen dieser Räume bleibt die visuelle Verbindung zur Landschaft erhalten, besonders dort, wo große Fensterfronten auf die Berge ausgerichtet sind. Dadurch ist das Hubertus weniger stark vom Wetter abhängig: Auch an einem bewölkten Wintertag oder bei Regen im Sommer lässt sich die umliegende Landschaft aus geschützten Wellness- und Ruhebereichen erleben.

Die Architektur dominiert viele Aufnahmen des Hubertus, doch das Haus ist ein vollständig ausgestattetes Fünf-Sterne-Alpenhotel und nicht nur ein Reiseziel rund um einen spektakulären Pool. Die Zimmer und Suiten verteilen sich auf ältere und neuere Bereiche des Gebäudekomplexes, wobei viele Unterkünfte auf die umliegende Berglandschaft ausgerichtet sind. Mit der Erweiterung von 2016 kamen Räume mit großen Glasfronten und nach Osten ausgerichteten Balkonen hinzu. Holzdetails und zurückhaltende Naturfarben verbinden das moderne Innendesign mit der alpinen Umgebung. Das Ergebnis wirkt zeitgemäß, ohne den Bezug zu Südtirol und seiner Landschaft zu verlieren.
Auch die Verpflegung ist ein wesentlicher Bestandteil des Aufenthalts. Das Hubertus bietet derzeit eine Dreiviertelpension mit Frühstücksbuffet, Nachmittagsverpflegung und einem fünf- bis sechsgängigen Abendmenü. Nach Angaben des Hotels werden beim Frühstück unter anderem Produkte regionaler Bauern verwendet. Am Nachmittag können ein warmes Gericht, Suppe, Antipasti, Salate, Desserts und Obst angeboten werden. Beim Abendessen verbinden sich Einflüsse aus der Südtiroler, italienischen und internationalen Küche; vegetarische Gerichte stehen ebenfalls zur Verfügung. Für ein Berghotel ist dieses Konzept besonders praktisch, da Gäste nach Wanderungen, Skitagen oder einem Aufenthalt im Wellnessbereich nicht jede Mahlzeit separat organisieren müssen.
Die Lage ermöglicht zudem eine deutlich unterschiedliche Nutzung je nach Jahreszeit. Der Kronplatz ist vor allem für den Wintersport bekannt, während die Umgebung in den wärmeren Monaten zahlreiche Möglichkeiten zum Wandern und für andere Bergaktivitäten bietet. Das Hotel organisiert geführte Outdoor-Aktivitäten und nennt seit den Neuerungen von 2026 auch eine Zusammenarbeit mit dem Golf Club Pustertal. Ein Aufenthalt eignet sich daher vor allem für Reisende, die die Wellnessbereiche mit Aktivitäten in der umliegenden Berglandschaft verbinden möchten, anstatt das Hotel ausschließlich wegen seiner Architektur zu besuchen.
Vor der Buchung sind einige praktische Hinweise zu beachten. Der Wellnessbereich ist Hotelgästen vorbehalten, und das Hubertus bietet derzeit kein Day Spa an. Ein separater Besuch des Sky Pools oder von Heaven & Hell ohne Übernachtung ist daher normalerweise nicht möglich. Zudem gelten für die verschiedenen Wellnessbereiche unterschiedliche Öffnungszeiten. Das Hotel führt das Hallenbad und den Sky Pool bereits ab den frühen Morgenstunden bis in den frühen Abend, während einige Außenpools, Whirlpools und Heaven & Hell später öffnen. Die Zeiten können sich je nach Saison und Betriebsablauf ändern und sollten deshalb für den konkreten Reisezeitraum überprüft werden.
Auch bei der Nutzung des Spa-Bereichs sollten Gäste zwischen Bereichen mit Badebekleidung und textilfreien Saunazonen unterscheiden. Die 2026 eingeführte Panoramasauna, die Biosauna und das Dampfbad werden vom Hotel als textilfreie Bereiche ausgewiesen. Ähnliche Regeln gelten in Teilen von Heaven & Hell. Für Gäste aus anderen Ländern kann diese in Südtirol verbreitete Saunakultur zunächst ungewohnt sein. Auch die Temperaturen der Wasserbereiche unterscheiden sich deutlich – vom beheizten Sky Pool und den warmen Whirlpools bis zum kalten Außenbecken. Dadurch erfüllen die einzelnen Einrichtungen unterschiedliche Zwecke.
Das Besondere am Hotel Hubertus besteht letztlich nicht nur darin, dass ein Pool und ein Spa über einen Berghang hinausragen. Prägender ist die Art, wie mehrere Bauphasen die Höhe, die Topografie und die Aussicht des Grundstücks in die Architektur integriert haben. Der Sky Pool machte dieses Konzept 2016 besonders sichtbar, während Heaven & Hell die Idee durch vertikal angeordnete, schwebende Wellnessräume weiterentwickelte. Die Erweiterungen von 2026 ergänzten weitere Einrichtungen, ohne den bestehenden architektonischen Charakter zu verdrängen. Für Reisende, die sich sowohl für zeitgenössische Alpenarchitektur als auch für Berglandschaften und Wellness interessieren, ist das Hubertus damit ein markantes Beispiel dafür, wie ein traditionsreiches Südtiroler Hotel konsequent um seine Lage herum weiterentwickelt wurde.